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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
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alter Menschen Verwunderung, mit ungeheuer langenAcrmcln herum, die auch nothwcndig groß scpn mußten,weil ihm sein Staatsminister immer viel darauf zu bindenund-zu heften hatte.

Auf andern Schleichwege» gelangte Herr Spitzkopf zumBesitz goldener Dosen, kostbarer Ringe und mehrerer sol-che» Kleinode, die er leidenschaftlich liebte, wenn er sic,ohne baares Geld, für Schmeicheleien oder Schcliustückecinhaudcl» konnte.

Als er nun im Hause des Amtsvcrwaltcrs seinen erstenBesuch machte, zog er wie ein fürstlicher Bräutigam ein;doch die Ausnahme entsprach nicht seiner Erwartung. Einunsichtbarer Läufer, der Nus, war ihm vorangegaugcn,und hatte schon ihn und seine Verdienste der Gegend um-her gemeldet: daher war Gerhard bereits unterrichtet, wasfür einen Vogel er vor sich sah, und betrug sich gegen ihnmit der höfliche» Zurückhaltung, die ein rechtschaffenerMann gegen zweideutige Menschen beobachtet. Auch beiLottchcn machte die gezierte Sprache eines altmodischenHofschranzcn, womit der angehende Freier das natürlicheLandmädchcn umschmeichelte, durchaus kein Glück, undward nur mit den nothdürftigstcu Worten erwicdcrt. Amfreundlichste» benahm sich die Frau Amtsvcrwaltcrin. Sichatte eine unverwüstliche Ehrfurcht gegen Titel und schöneKleider, ungeachtet sic von ihrem Gatten seit langen Jah-ren darüber geschraubt wurde. Es war ihr, wie sic mitzahllosen Verneigungen bcthcuerte, eine unaussprechlicheFreude und Ehre, den Herrn Hofrath unter ihrem Dachezu scheu. Dabei trug sie die köstlichsten Erfrischungen, diesie im Hause hatte, mit gutmnthigcr Behcndigung auf.Herr Spitzkopf machte sich aber aus der Gunst der Ge-