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wie den Fröschen in der Fabel einen Klotz — zum Königsetzen will, keinen Gehorsam zn leisten, sondern seine Be-fehle unter dem Schein der Befolgung verworren auszu-richten, damit alles in der Küche mißrathc und er bei demFürsten in Ungnade falle!" — Und alle Köche legten die»ordern Finger der rechten Hand auf die Kelle und spra-chen den Eid nach.
Der gute Obcrküchcnmeistcr wußte nichts von dieserVerschwörung und trat sein Amt mit Freudigkeit an. Ererbat sich vor alle» Dingen von dem Fürsten ein Ver-zeichnis! seiner Licblingsspcisen, und entwarf dann überjedes dieser Gerichte eine weitläufige Instruktion für dieKöche, worin alle dazu gehörige Bcstandtheilc und Würzensammt der Behandlungsart weitläufig vorgcschricben wa-ren. Die Köche nahmen sie mit tiefen heuchlerischen Re-verenzen an, und als er den Rücken wandte, lachten siedarüber. Sie mochten denn wohl — wie sich das auchin höhern Regionen oft ereignet — ihr Fach besser ver-stehen, als ihr Vorgesetzter, dessen Rezepte mitunter etwasaus der Mode gekommen waren, weil sic großen Theilsnoch von seinen Univcrsitätsjahrcn und aus TrudchensBrieftasche hcrstammten. Er selbst hatte zwar auch neueLänder in der Küchcnwelt entdeckt, und sie schienen ihmvortrefflich; aber die gegen ihn vcrschworncn Rebellenverwüsteten sie mit Gewalt und säcten Unkraut unter denWcitzcn.
Der Fürst, ein erklärter Gourmand, konnte an demTage, da zum ersten Mal unter der Negierung des Obcr-küchcnmeisters gekocht wurde, die Tafclzeit kaum erwarten.Endlich schlug sic, die ersehnte Stunde, und er langte be-gierig zu, weil er seine Eßlust noch überdieß durch Ent-haltsamkeit beim Frühstück verdoppelt hatte. Aber gleich