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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
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Gehalt des Menschen dnrch die Organe des Gehirns znerforschen, gibt einen viel kurzem und unfehlbarem Wegan die Hand. Haben Sic vielleicht schon jemals IhrenKopfder Untersuchung eines Schädelprüfcrs unterworfen?"

Herr von Pampel sah den Fürsten starr an, und sagteschüchtern Nein, ohne die Frage verstanden zu haben. Erwußte von der damals noch wenig bekannten Schädcllchredes Doktors Galt so viel als ein neugebomcs Kind, undcs übcrlicf ihn ein kalter Schauer, als ihm jetzt von un-gefähr im fürstlichen Zimmer, wo er aus Respekt nochnicht um sich geschaut hatte, ein Tisch in die Augen fiel,der mit zehn oder mchrcrn natürlichen Todtcnköpfcn auf-geputzt war.Gott sey mir gnädig!" sprach er in seinemHerzen.Diese hohlen Schädel gehörten wohl gar Leuten,die sich vor mir um die Oberküchcnmcistcrstcllc bewarben,oder sie übel verwalteten!" Bei diesem Gedanken warder bleich, und seine Knie schlotterten.

»Ist Ihnen nicht wohl?" fragte der Fürst.

O ja, durchlauchtigster Herr!" antwortete Pampel mitbebender Stimme, und schielte ängstlich nach dem kleinenKirchhofe hin.

Sehen Sic," sprach der Fürst, und zeigte mit derHand nach seinem Golgathadiese stummen Heroldeder Sterblichkeit sind jetzt meine liebsten Gesellschafter undmeine Lehrer im Fache der Menschenkcnntniß. Doch binich in dieser Kunde noch nicht so fest, daß ich mich, ohneFurcht vor Jrrthum, auf mich selbst verlassen kann: ichwürdc sonst ans der Stelle Ihren Kopf untersuchen undmit Einem Worte entscheiden, ob Sie zu dem Amte einesOberküchcnmcistcrs taugen oder nicht. Vor der Hand mußich noch in solchen Fällen einen meiner Minister zu Ratheziehe»,, der die Organcnlehrc ans dem Grunde versteht

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