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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
Entstehung
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zu tragen. Unter Weges kitzelte der Dust des Getränksseine Nase so lieblich, daß er sich nicht enthalten konnte,davon zn kosten, und che er sich's selbst versah, war dieTasse rein ausgcschlürft. Er crschrack, blieb sinnend einWeilchen vor der Logenthüre steh», ging dann znm Kon-ditor zurück und sagte keck: die Chokolade habe dem Für-sten so trefflich genlnndct, daß er sich noch eine Tasse auS-bitlcn lasse.Das übcrrascbt mich!" sprach der Konditor.Ich bin nicht darauf eingerichtet; denn seit Mcnschengc-denken haben Jhro Durchlaucht immer nur Eine Tassegetrunken, und cs passirt auch nur Eine in Rechnung.Eh' ich nun wieder aus meinem Hanse Chokolade hole unddas Wasser znm Sieden bringe, vergeht eine Stunde, dasSchauspiel ist vorbei, und ich riskire überdicß, die Choko-ladc ans meinem Beutel bezahlen zu müssen."Sichaben Recht!" crwicdcrte der Kammerjunker, seine Verle-genheit verbergend.Sepn Sie nur ruhig; ich werde denFürsten beschwichtigen."

Er ging rasch zu ihm.Ew. Durchlaucht," sprach er,halten mir einen Fehler zu Gnaden, den ich aus Dienst-eifer beging. Ich wollte, da gerade kein Bedienter bei derHand war, die Chokolade selbst vom Konditor hieher tra-gen, aber ich strauchelt' in der Eil und verschüttete sie.Doch der Konditor macht schon wieder Anstalt"

Es mag nun bleiben!" sagte der Fürst lächelnd, undgedachte der Sache nicht weiter.

Ein andres Mal ging's unscrm Kammerjunkcr im Schau-spiclhanse viel unglücklicher. Es ward ein Trauerspiel inJamben gegeben; von wem?das ist dem Erzähler un-bekannt; nur so viel weiß er gewiß, daß cs nicht vonSchiller war: sonst hätte das halbe Publikum nicht cin-schlafcn können, wie schon im zweiten Anfzuge geschah.