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Zn dem Hotel, wo er abgetreten war, ging täglich einjunger Fant ein und ans, der sich schämte, ein Deutscherzu scyu, und i» allen Dingen ei» Affe der Engländerwar. Unter ander» bot er bei jeder Gelegenheit Wettenan, weil seine Vorbilder dieses Wagcspiel lieben. Einstsaß er, die Zähne stochernd, an der Spcisctascl »nd hef-tete mit ungesitteter Frechheit seine Augen lange ans denHerrn von Pampcl, mit dem er noch kein Wort gesprochenhatte und dessen Name» er nicht einmal wußte. „Ichwette," hob er, ohne weitere Vorrede, mit einem unge-schmeidigen Ton an, „ich wette sechs Fricdrichsd'or, daßSic, mein Herr, nicht im Stande sind, die Fricdrichsstraßchier in Berlin von einem Ende bis zum andern in einerStunde zu gehn." —
„Das war' ein Streich!" rief Herr von Pampcl, un-geachtet er noch nicht die Ehre hatte, die Fricdrichsstraßczu kennen und ihm »»bewußt war, daß diese Niesenstraßeeinem raschen Fußgänger genug zu schaffen macht, wenner sie, ohne zu traben, in einer halben Stunde durchwandernwill. Alle Straßen, die Pampcl bisher in andern Städtenunter die Fuße bekam, ließen sich, ungeachtet er sehr lang-sam und gemächlich zu schreiten pflegte, höchstens in einerViertelstunde bezwingen: er glaubte also, auch mit dieserfertig zu werden und einen schönen Thalcr Geld zur Fort-setzung seiner Ncisc dabei zu erobern.
In dieser Hoffnung trat er, von dem deutschen Eng-länder und einigen andern Tischgcnosscn begleitet, den Wctt-gang mnthig an. Sein Kammerdiener ging ihm zurSeite, und spornte ihn von Zeit zu Zeit durch leises Zu-flustern, sich tapfer zu halten. Er that auch wirklich Wun-der in seiner Art, und legte den Weg vom Oranienbur-ger Thorc bis unter die Linden in drei Viertelstunden zu-