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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
Entstehung
Seite
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Bote ins Zimmer.Bon jonr, mein Freund!" sagte derReferendar.Was gibt's Neues? Zch war eben im Be-griff, ins Kollegium zu gehen."

So?" versetzte der Bote mit einem kalten, gedehntenTone:Ich weiß nicht, ob das noch nöthig seyn durste,wenn Sie diesen Brief von Zhro Gnaden, dem HerrnPräsidenten, werden gelesen haben."

Mit etwas bebender Hand erbrach Thomas die Zuschriftund las:

Da Ew. Hochwohlgcborcn, meiner wiederholten Auf-forderungen ungeachtet, Ihre Dicnstgcschästc bisher gänz-lich verabsäumten und meine Pflicht mich endlich zwang,dem Fürsten davon Anzeige zu thnn, so habe» ZhroDurchlaucht mir hierauf in Gnaden befohlen, Ihnen IhreEntlassung anzukündigcn. Indem ich mich dieses höchstenAuftrags hiermit entledige, beharre ich für die Personn. s. w."

Erröthcnd legte Thomas das Blatt bei Seite, stellte sichaber gegen den Boten sehr heiter und vergnügt, und gabihm einen so höflichen Empschl an den Präsidenten mitauf de» Rückweg, als ob er die erfreulichste Nachricht er-halten hätte. Doch war ihm bei der Sache nicht wohl zuMuthc. Er fürchtete sich vor seinem Vater, der jedenPosttag die Meldung erwartete, daß sein Sohn wirklicherRcgicrungsrath mit Sitz und Stiinmc geworden scy. Esließ sich also denken, daß er die -Hiobspost seiner plötzlichenVerabschiedung nicht gleichgültig aufnchmcu würde.

Thomas quälte sich fast eine Woche lang mit Grübeleien,wie er diesen Unglücksfall bemänteln und sich dabei vonaller Sclbstschuld loswickcln wollte: che er aber damit aufsReine kam, erhielt er aus Pampclhansen so hieß seinväterliches Gut einen Brief, der diesen Sorgen ein