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Perücke zurecht. Er wäre der gchcimnißvollcn Audienzgern übcrhvbcn gewesen und stammelte einige Entschuldi-gungen z doch zur Dcmuth und zum Gehorsam gewöhnt,ließ er sich sortschlcppcn.
„Dieser gute, ehrliche Mann" — hob Thonms un derWagcnthür un — „wur mein Kirchen-Nuchbur und hörteder schönen Predigt mit eremplarischcr Ansmerksumkcit zu.Doch Plötzlich ward er ohnmächtig nnd sank um. Ichrichtete ihn, mit Bcihnlfe einiger andern Leute, wieder ans.Er erholte sich bald, blieb aber ausserordentlich matt. Eingegenwärtiger Arzt ricth ihm, sich durch Wein zu stärken.Er bekannte seufzend, daß er zu arm sep, sich diese Er-quickung zu verschaffen. Der Herr Doktor zuckte die Ach-seln nnd schlich fort. Auch die andern Lcntc verkrümeltensich. Nun ich — ohne Ruhm zu melden — hiclt's fürChristenpflicht, den wacker» Man» in dieß Haus zu führenund ihm ein Glas Wein reichen zu lassen."
Dem Magister war dieß Lügengewebe so dunkel, wiedie Offenbarung Johannis. Er bückte sich verlegen, baldgegen de» Sprecher, bald gegen die Dame: nnd ob ihmgleich seine Ehrlichkeit kein deutliches Ja erlaubte, so machtedoch sein erdfahles Gesicht, sein abgezehrter Körper, nndder Stempel der Armnth, der auf sein ganzes Wesen ge-gedrnckt war, das Mahrchcn sehr wahrscheinlich, und Beatenahm cs ohne Bedenken für baare Münze. Sic lobte dasgute Werk, dessen Thomas sich rühmte, nnd entließ denMagister mit einem ansehnlichen Geldgeschenke, das er zustärkenden Weinen nnd Arzencicn anwcndcn sollte.
Dessen ungeachtet war Kcllcrwnrm noch nicht von allerVerantwortung frei. Die feindselige Kammcrjungfer hatteseine Abwesenheit, als er den Magister herbciholtc, benutztund gesagt: sic wolle darauf leben nnd sterben, daß er