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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
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Münze. Als er aber so wenig, wie vormals die französischeRepublik, Anstalt machte, seine Assignate mit baarcm Gelbecinznlöscn: da ward Liscttc so hieß die eigennützige Dirne bitterböse nnd lauerte ihm auf den Dienst.

Seine fleißigen Kirchengängc wurden ihr bald verdächtig.Sie thciltc dem Fräulein ihre Zweifel mit, fand aber keinGehör, nnd ward eine Vcrläumderin gescholten.

Am Morgen des folgenden Sonntags schlich sic ihm aufdem Fuße nach, und sah mit boshafter Freude, daß er,hinter der Kirche herum, in die Taverne ging. Windschncllflog sic nach Hanse nnd meldete dem Fräulein, was sicgcschn hatte.Schlange, du lügst!" sprach Beate. DieSpionin bestand darauf, sie solle sich mit eigenen Augenvon der Wahrheit der Sache überzeugen. Das Fräuleinentschloß sich dazu, schickte nach einem Micthwagen, undfuhr mit der Dcnnncianti» geraden Weges vor's Weinbaus.

Das Ankleiden nnd Anspanncn hatte so lange anfgchal-tcn, daß die Predigt schon vorbei war. Thomas saß abernoch in der Trinkstube nnd traktirte seinen Kirchcn-Statt-haltcr mit einem Gläschen Wein. Diese seltne Freigebig-keit denn er war gewöhnlich gegen Andere sparsam,um im Sclbstgennß verschwenden zu können wandte, wiewir gleich sehen werden, den Schlag von ihm ab, den ihmsein Geiz gegen die Zofe beinahe zngezogcn hätte.

Sic sprang ans dem Wagen, trippelte ins Weinhans,fragte den Küpcr, der ihr gerade in den Weg kam, obHerr von Panipel hier scp, nnd ließ ihn, als cs bejahtwurde, hcransrnfcn. Er kam nnd entsetzte sich ein wenig.Sie sagte spottlächclnd: Fräulein Wimmcrling halte vorder Thür nnd wolle ihn sprechen. Doppelt bestürzt liefer z» ihr an den Wagen. Sie war schon mit einem Lic-dcrverse zu seinem Empfange gerüstet und seufzte ihm ent-gegen: