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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
Entstehung
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Trndchcn erquickte; und bei dieser Gelegenheit dachte erauch ei» wenig an sie selbst. Das war seit langer Zeitnicht geschehen und machte ihm auch jetzt nur ein ziemlichkaltes Vergnügen. Doch hieß cs bei ihm eben nicht:AuSden Augen, aus dem Sinn!" Das paßt nur auf Leute,denen die Liebe durch die Augen ins Herz drang. Beiihm hingegen hielt sie in Braten- und Pastctcngcstalt ih-ren Einzug durch den Mund, und cs schien ihm daher,seitdem der Abschicdsschmaus verdaut war, eine unnützeZiererei, noch immer und ewig, wie der närrische DonQuirotte, nach seiner Dulcinca zu schmachten. Aus demMagen, aus dem Sinn! war in sechs Worten der Lebens-lauf seiner Liebe.

Aber eben durch den Magen ward er jetzt sehr lebhaftau Trudchen gemahnt.Wie war' cs," sprach er zu sichselbst,wenn du ihr deinen gegenwärtigen Nothstand be-weglich vorstelltest! Gutherzig, wie sie ist, packt sicgewiß alle ihre Sparpfennige zusammen und schickt sic dirmit umgehender Post."

Voll dieser Hoffnung setzte er sich hin und schrieb:Herzlichste Gertrud!

Du glaubst wohl, ich habe Dich vergessen? Ei, da war'ich ja ein schlimmer Zeisig, der nie verdient hätte, vonDeinen schonen Händen gefüttert zu werden! Nein, meinGoldpüppche», ich denke sehr fleißig an Dich, und amhöchsten steigt meine Sehnsucht nach den süßen vergangenenZeiten, wenn ich in der Residenz (wo ich jetzt als Ncgie-rungsrcfcrendar mit Ruhm und Beifall arbeite) die schaleSudelei der Garküchen mit schwerem Gcldc bezahlen muß.Man wird weder satt noch froh: den» nichts ist so kräf-tig, nichts so mit Hochgcschmack bereitet, wie ich's von