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Fünfzehntcs Kapitel.
Ein Liebesbrief ii u s leerem Magen.
Dieses rühmlich vollführtc Geschäft trug dem Referendareinige Sporteln ein, die ans dem Vermögen des Verbre-chers, das bei der Inquisition in die Brüche ging, erhobenwurden. Außer dieser zufälligen und unbedeutenden Erntehatte Thomas keine» Heller Besoldung, sondern lebte blosvon der Gnade seines Vaters, der in diesem Punkte nichtsehr gnädig war. Die geringe Apanage, die er seinemhoffnungsvollen Sohne monatlich ausgeseht hatte, reichtein der Ncsivenz (wo alles, was gut schmeckte, unchristlichthcuer war) weder her noch hin; und ward er um Zulagegebeten, so erhielt der Supplikant, statt des erwartetenschweren Briefes, ein leichtes Blatt, das jedes Lüftchenverwehen konnte, und gemeiniglich nichts als die dürreErmahnung enthielt, sich durch Fleiß und Anstrengung dieStelle cities Justizraths zu erwerben, da es denn an einembequemen Auskommen nicht weiter fehlen werde.
Diese Verbesserung stand aus mchrcrn triftigen Ursachennoch im weiten Felde. Indessen wollte er doch seinemMunde nichts abgchcn lassen. Das spornte ihn zur ernst-lichsten Ucbcrlcgniig, wie er ohne Mühe und Arbeit guteTage genießen könnte. Er erinnerte sich nnt Sehnsuchtund Rührung der köstlichen Schüsseln, womit ihn vormals