Zwölftes Kapitel.
Leben und Wandel auf der Universität.
Der Herr Fähnrich traf nun in seiner Hcimath wiederein, und bewies hier, daß ihn das v»rlo-,-,>oo nicht stolzgemacht hatte. Er nahm, wie vormals, bei den Bauernfürlicb, stöberte die Hühnerncstcr aus, verzehrte den heim-lich zubcreitetcn Raub in einem Winkel der Küche »nd zogsein Hcldcnschwcrt gegen Birnen und Achsel, die er damitvon den Bäumen hieb.
Seinem Vater war cs nicht gcmüthlich, ihn auf der Bä-renhaut liegen zu lassen. „Herr Sohn," sprach er, „ichbin nicht so reich, daß du dein Leben lang faulenzen könn-test, und das würde dir auch verdammt wenig Ehre brin-gen. Ein müßiger Schwelger, sagt das Sprüchwort, solltevor jedem sacktragenden Esel den Hut zieh». Also rühr'dich und setz' dich in den Stand, künftig dein Brod zuerwerben! Dein Fähnrichstitcl macht dich nicht satt, unddu brauchst mehr als andere Leute." —
„So scheint's mir fast selbst," sagte Thomas.
„Nun also!" fiel der Vater ein. „Was soll werden Lwas willst du anfangcn? Zum Soldaten bist du zu dick,zum Jäger zu bequem! Was bleibt dir übrig, als daß dustudierst?" —