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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
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Wic gebeten, so geschchn ! Thomas trug cmige Mal beider Wachparadc die Fahne, und erhielt dann das Officicrs-patcnt und den Abschied zugleich.

Niemand beklagte cs mehr, als Frau Jutta, daß er inseine Heimath zurück ging. Sic war ihn, jetzt außerordent-lich gewogen, weil er ihr oft ins Angesicht voll Nnnzclngesagt hatte: sic müsse in ihrer Blüthcuzcit ein Ausbundvon Schönheit gewesen seyn: den» ihre Reize hätten sogarder zerstörenden Macht der Zeit widerstanden, nnd wärennoch kräftig genug, einem verliebten Menschen schlafloseNächte zu machen. - Solche tolle Schmeicheleien brachtensic freilich inimcr in einen losen Zorn, der ihr ganz wun-derlich stand, und es setzte bisweilen auch, derbe Schläge;aber Thomas konnte sicher darauf rechnen, kurz nachher einleckeres .iiüchcu- oder Kcllcrgcschcuk zu erhalten, wovon derDoktor nichts wußte.

Der alte Mcistersänger Heinrich Fraucnlob, der sich seinLeben lang ein Geschäft daraus machte, das weibliche Ge-schlecht in süßen Liedern zu preisen, hatte dafür vor beinahefünfhundert Jabrcn die trockne Ehre, von den schönstenFrauen in Mai»; ;wo er als Doktor der Theologie starb)zur Gruft getragen zu werde»; unser Thomas Juttcnlobhingegen der noch lange nicht zu Grabe getragen sehnwollte hatte das genußreiche Vergnügen, am letztenTage, den er im Äirchhof'schc» Hause zubrachtc, eine derherrlichsten Mahlzeiten seines Lebens auf den Tisch tragenzu scheu. Die Dankbarkeit der geschmeichelten Haushälte-rin war dabei so verschwenderisch zu Werke gegangen, daßder Doktor darüber murrte. Und was that der hämischeNcidhardtl Er holte, um seinem scheidenden Gast den Ap-petit ei» wenig zu verderben, das Mcnschcngcripp vomBoden herunter und stellte es im Speisezimmer auf. Der