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Wic gebeten, so geschchn ! Thomas trug cmige Mal beider Wachparadc die Fahne, und erhielt dann das Officicrs-patcnt und den Abschied zugleich.
Niemand beklagte cs mehr, als Frau Jutta, daß er inseine Heimath zurück ging. Sic war ihn, jetzt außerordent-lich gewogen, weil er ihr oft ins Angesicht voll Nnnzclngesagt hatte: sic müsse in ihrer Blüthcuzcit ein Ausbundvon Schönheit gewesen seyn: den» ihre Reize hätten sogarder zerstörenden Macht der Zeit widerstanden, nnd wärennoch kräftig genug, einem verliebten Menschen schlafloseNächte zu machen. - Solche tolle Schmeicheleien brachtensic freilich inimcr in einen losen Zorn, der ihr ganz wun-derlich stand, und es setzte bisweilen auch, derbe Schläge;aber Thomas konnte sicher darauf rechnen, kurz nachher einleckeres .iiüchcu- oder Kcllcrgcschcuk zu erhalten, wovon derDoktor nichts wußte.
Der alte Mcistersänger Heinrich Fraucnlob, der sich seinLeben lang ein Geschäft daraus machte, das weibliche Ge-schlecht in süßen Liedern zu preisen, hatte dafür vor beinahefünfhundert Jabrcn die trockne Ehre, von den schönstenFrauen in Mai»; ;wo er als Doktor der Theologie starb)zur Gruft getragen zu werde»; unser Thomas Juttcnlobhingegen — der noch lange nicht zu Grabe getragen sehnwollte — hatte das genußreiche Vergnügen, am letztenTage, den er im Äirchhof'schc» Hause zubrachtc, eine derherrlichsten Mahlzeiten seines Lebens auf den Tisch tragenzu scheu. Die Dankbarkeit der geschmeichelten Haushälte-rin war dabei so verschwenderisch zu Werke gegangen, daßder Doktor darüber murrte. Und was that der hämischeNcidhardtl Er holte, um seinem scheidenden Gast den Ap-petit ei» wenig zu verderben, das Mcnschcngcripp vomBoden herunter und stellte es im Speisezimmer auf. Der