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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
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noch unbekannt, denn die Lärmkanonc» hatten noch nichtgedonnert. ES fiel also Niemanden ein, den Wagen zuuntersuchen.

Die Reise ging ans der Landstraße fort. In einemDorfe, daö ungefähr eine Meile von der Stadt lag, hieltder Fuhrmann vor der Schenke, um zu frühstücke» und mitseiner Amante, der Stallmagd, ein Wörtchen im Vertrauenzu kose». Dieß letztere Geschäft mußte mit Vorsicht be-handelt werden. Der Wirth, ein strenger Sittenrichter,litt durchaus keine Liebeleien in seinen vier Pfählen. Erlauerte den durchreisenden Verehrern der Jungfer Mickein allen Winkeln auf, und wen er auf bösen Wegen er-tappte, dem wusch er unbarmherzig den Kopf und ließ ihnseine Zeche dreifach bezahlen.

Der gegenwärtige Lcibkntschcr unscrs schlafenden Heldenwav schon mehrmals in dergleichen Bußen verfallen undhatte jetzt, »in solche» kostspieligen Händeln anSznwcichcn,den genialischen Einfall, das Sprachzimmcr seiner Zärtlich-keit in den Frachtwagcn zu verlegen, wohin sich, wie ermeinte, die Gerichtsbarkeit des mißgünstigen Gastwirthsnict't erstreckte. Er gab Jungfer Micken einen Wink; sicverstand ihn und eilte, sobald sic sich aus den Augen ihresHerrn wcgstchlen konnte, zum beweglichen Licbcstempcl, wosic ihren fahrenden Ritter (der jedoch nm Vieles jüngerund mannhafter, als der welke Ritter von der traurigenGestalt war) schon zu finden hoffte. Allein er war »ochnicht cingetroffc», und so hatte Thomas an seiner Stelledas Glück, von Mickchcn inbrünstig umarmt zu werden.

Sic küßte, ihrer derbe» Natur gemäß, recht tapfer. Er,darüber erwachend, raffte sich auf und stieß mit heftigerStimme das Wer da! aus, das er zwei Stunden zuvordem Gespcnste schuldig geblieben war. Das zärtliche Mägd-