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Thomas probte vergebens die Montirungskammcr durch:cs fand sich kein Rock, der ihm weit genug war. Der Re-gimentsscbncider lieferte ihm eine neue Uniform, worin erPlatz hatte, »nd nun sah er aus, wie der Großvater derübrigen Kadetten und Fahnjnnker. Die muthwilligen Kin-der neckten Anfangs de» dicken Papa; allein er war dochnicht so feig, sich das gefallen zu lassen. „Ihr Spulwür-mer! ihr Häringslcibcr!" fuhr er sic an: „Höhnt ihr michdeßwegen, weil ich keiner Schneidercllc gleiche, wie ihr?
- Kommt nur in den Krieg, da stößt euch jeder Troßbnbcüber den Haufen: aber ich — ich stehe fest, wie ein Berg!"
— So schalt er um sich herum mit geballter Faust, undschaffte sich Ruhe.
Die ersten Wafftnübungen wurden ihm blutsauer, ob ersich gleich lange nicht so albern dazu anstclltc, wie jenerRekrut, der nicht wußte, was rechts und links tvar undseinen Ercrciticnmcistcr in die Nothwcndigkcit setzte, ihmauf den rechten Arm ein Büschel He» und auf den linkenein Büschel Stroh zu binden, und He»-um! Stroh-um!zu kommandircn. Unser Thomas begriff alles leicht; seinnnbehülflicher Körper konnte nur das Begriffene nicht raschgcnng ausführen. Da cs vollends znm Abfcuern des Ge-wehrs kam, machte seine Furchtsamkeit das Uebcl noch schlim-mer. Er zitterte bei jedem Schuß, weil er sich immer dieMöglichkeit dachte, der Flintenlauf könne zerspringen undihn auf der Stelle seines jungen Lebens berauben.
Auch sein armer, ans dem Gliede hervorstrcbender Bauchhatte mancherlei Verfolgungen auszustchen. Die Osficicrenahmen an ihm eben so viel Acrgerniß, als ehemals einfranzösischer RcvolntionSschwärmcr an dem berühmten Mün-sterthnrm in Straßburg, der ihm ein solcher Dorn im Auge