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„Gott! ist's möglich?" — ricf jetzt der Pachter. „Aberwas soll ich nun hier ? — Wozu das grundlose Vorge-ben, daß er mich sprechen wolle?" —
„Sehn Sie," sprach Herr von Katz, „als ich an jenemunglücklichen Morgen in sein Zimmer trat, rang er schon,wie gesagt, mit dem Tode; allein er war seines Ver-standes und der Sprache noch mächtig und dictirte mirseinen letzte» Willen, wie ich ihn hier nachgeschriebc»habe. Belieben Sie dieß Blättchen zu lesen!"
Erich las:
„Alle meine Guter — mit einziger Ausnahme des„Gutes Ulmenthal — und mein gelammtes beweg-liches Vermögen an Vaarschaftcn und Hausgeräth,„vermache ich der leiblichen Schwester meiner seligen„Gemahlin, der Frau von Katz, die ich demnach„zur Univcrlalerbin einsetze."
Schweigend, aber mit durchbohrenden Blicken, sah Erichden Herrn von Katz au und las weiter:
„Zum Besitzer des Gutes Ulmenthal imit allem«Zugehör ernenne ich den gegenwärtigen Pachter des-selben, meinen Freund Erich; doch mit der Bedin-gung, daß er dem jungen Anton Wüsthvf, der„bisher fälschlich für meine» Sohn ausgegcbcn und„gehalten wurde, zu seinem Unterhalt jährlich zwci-„hnndcrt Thaler nuszahle, die gedachter Anton von„den Einkünften besagten Gutes lebenslang erhalten«soll." -
Erich starrte den Herrn von Katz mit glühenden Augenan. „Wie?" — sprach er. „Sie wollen mich überreden,