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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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andere Straße vorgezeichnet: er sollte seine Hctmath nichtWiedersehen. Eine plötzliche Krankheit überfiel ihn, als ereinst bei einem Abendschmause seinem Magen zu viel ge-boten hatte. Er legte fich noch frisch und gesund insBett; als ihm aber sechs Stunden darauf Herr von Katzeinen frühen Morgenbesuch abstattcn wollte, fand er ihn todt.

28.

Der Schrecken des Erbschleichers war unbeschreiblich. Erfiel mit beiden Händen in die Haare und raufte und zaustesich grausam.Todt mansctodt ohne Testamentzum Teufel gefahren!" So schrie er und heulte laut.Der unbändige Schmerz wollte die Brust ihm zersprengen.

Aber plötzlich ward er still und stand fünf Minuten intiefen Gedanken. Er sann nach, ob er nicht vielleicht die-ses Unglück noch zu seinem Nutzen anwenden könnte; undfich, da bekam er einen herrlichen Einfall. Er machte vorFreude einige Bockssprünge, hüpfte dann auf den Fuß-spitzen aus dem Sterbezimmcr, schloß es leise hinter sichzu, weckte seine Gemahlin und hielt mit ihr unter vierAugen eine halbstündige Cvnfercnz, von deren Resultatwir jetzt nur so viel entdecken dürfen, daß sie beschlossen:der Todesfall solle vor allen Menschen ohne Ausnahmeein Geheimniß bleiben, bis Herr von Katz von einer schnel-len Reise, die er noch in derselben Stunde antreten wollte,zurückgckommeu sepn würde. Diese Verheimlichungschien um so leichter möglich, da Herr von Wüsthof schonvier Wochen zuvor seinen von Hause mitgenommenen La-ke! wegen einer groben Vergehung verabschiedet hatte, und