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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
309
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zurückgclegt. Kurz, cr hatte eine unwiderstehliche Reise-lust und ließ sich nicht davon abrathen.

Erich ward von dunkeln Ahnungen beunruhiget und thatseinem Freunde die Vorstellung: er solle doch wenigstensdie schon so lange verschobene Legitimation seines Sohneszuvor bewerkstelligen und seinen letzten Willen gerichtlichniederlegcn. Aber der Oberst wollte von dem allen nichtshören.Mit diesem langweiligen Kram," sprach er,kannich mich jetzt nicht aufhaltcn, sonst verstreicht der Sommer,und ich müßte dann in einer unbequemen Jahrszeit rei-sen." Erich wiederholte seine wohlgemeinten Ermahnun-gen: als aber Jener darüber beleidigt schien, so hielt creS nicht für rathsam, sich weiter den Mund zu verbrennen.

Der Oberst ließ nun ohne Verzug sein Neisegerath ingehörigen Stand setzen, und begab sich drei Tage nachher,von einem einzigen Bedienten begleitet, auf den Weg nachWien, wo er drei Monate zu bleiben gesonnen war.

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In achtundvierzig Stunden kam er wohlbehalten dortan. Herr von Katz und seine Gemahlin brachen in einFreudengeschrei aus, als er sie so nnvcrmuthet überraschte.Er stieg in ihrem Hause ab und ward wie ein König em-pfangen; denn nun glaubten sie, die köstliche Erbschaft,der sie so lange nachgetrachtct hatten, bei allen vier Zipfelnzu haben. Sie gaben ihm zu Ehren glänzende Feste, unddrangen ihm auf mancherlei Art die Verbindlichkeit auf,sich ihnen wieder gefällig zu erweisen. Er ließ sich jedenangenehmen Genuß, den sie ihm und oft mit nicht ge-ringen Kosten bereiteten, sehr gern gefallen, war aberso undankbar, ihre häufigen Anspielungen auf Erbschaft