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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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Tänze gehabt! Sic hatten bisweilen Advokaten zu Bei-ständen, und da gab's über ein fehlendes Hufeisen oderein abgcstoßencs Kuhhorn wcitläustige Debatten. Nein,da lob' ich mir meinen braven Erich, an dem wir auchnebenbei einen guten Gesellschafter gewinnen. Kurz, meinSohn, der Mann wird Dir gefallen, und cs sieht Dirin Ulmcnthal noch eine andere angenehme Uebcrraschungbevor."

Er betonte die letzter» Worte so stark und sah den Jüng-ling so scharf dabei an, daß dieser erröthete, ohne selbst zuwissen, warum. Der Vater lächelte geheinmißvoll und er-klärte sich nicht weiter.

Eine Uebcrraschung eine angenehme Uebcrraschung!"sprach Anton für sich.Was muß das sepn?" DieseFrage lag ihm beständig im Sinn; sie ging mit ihm zuBette, sie stand mit ihm auf, und trieb ihn endlich zuPferde. Er ritt »ach Ulmcnthal.

Mit gespannter Erwartung trat er in die Pachterwoh-nung. Er fand Niemand auf der Hausflur; nur eineHarfe tönte ihm entgegen und leitete ihn an die Thür ei-nes Zimmers. Er blieb stehe» und horchte dem Klangedes Saitcnspiels, das er bisher nur von musikalischen Land-streichern kratzen, aber nie so zart und geistvoll wie hierbehandeln hörte. Es dünkte ihn ein fremdes Instrument,und er ward vom Wohllaut desselben so entzückt, daß ersich nicht entschließen konnte, an die Thür zu klopfen. Erlegte das Ohr daran und sog die süßen Töne begierig ein.Bald verband sich auch eine liebliche Stimme mit ihnenund sang ein rührendes Lied. Er war nun vollends be-zaubert. Nur Schade, daß die Freude nicht lang dauerte.Gesang und Harfe schwiegen; doch da er hoffte, sic wür-