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wollen klüger werden! Hier ist nun einmal nichts zu er-stürmen; aber durch zarte Behandlung läßt sich er Oberstvielleicht gewinnen, mich zur Erbin cinzusetzcn." —
So entschlossen, strich sie die Falten des Zorns aus ih-rem Gesichte und zwang ihm Anmuth und Heiterkeit aus„Ich gratulire von Herzen," sagte sie, das Testament zu-rückgebend: „Das Vermögen meiner Schwester ist in diebesten Hände gekommen." —
„Tausend Dank für Ihre gute Meinung, gnädige Frau!"crwiedcrte der Oberst: „Aber ich versichere auf Ehre, daßmir alle Genüsse des Lebens gleichgültig geworden sind,seit ich sic mit der Seligen nicht mehr theilcn kann." —„Edler Mann!" rief Frau von Katz: „Das läßt sichvon Ihrem gefühlvollen Herzen nicht anders erwarten.Aber hin ist hin! Sie sollten Ihren Gram zerstreuen." —„Wenn ich das könnte!" seufzte der Oberst.
„Warum nicht?" sagte sie: „Begleiten Sie mich nachWien, zum Mittelpunkt der angenehmsten Vergnügungen!Unser Haus, unser Tisch — alles steht zu Ihren Diensten,und ich und mein Gemahl werden uns im Umgänge mitIhnen sehr glücklich fühlen." —
Er verbat diesen Vorschlag, weil er auf die Verwaltungseiner Güter ein wachsames Auge habe» müsse. „Ein zwei-tes Hiuderuiß," fuhr er fort, „ist die Kindheit meinesSohnes — "
„Sie haben einen Sohn?" fragte sie hastig und bestürzt.„Ein Kind der Liebe," war seine Antwort.
„So, so!" sprach sic etwas beruhigt. „Nun, dieserUmstand würde Sie doch wohl nicht abhalten? Mit sol-chen Kreaturen pflegt man wenig Federlesen zu machen." —„Jeder handelt nach seiner Weise," crwiedcrte der Oberst,und ließ sich über diesen Punkt nicht weiter heraus. Frau