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nun anfing, sein Inneres mit der Fackel der Selbster-erkenniniß zu beleuchten und seine Seele von dem altenRost der Verderbtheit zu reinigen. Er faßte den recht-lichen Vorsatz, an dem kleinen Anton die Pflichten einesVaters in ihrem ganzen Umfange zu erfüllen, und zer-brach mit Entschlossenheit die Fesseln des Geizes, der ihnbisher von mancher guten That abgchalten, zu mancherbösen verleitet hatte. Den ersten Beweis seiner Befreiungvon der Macht dieses Oberhcrrn gab er dadurch, daß ereinen vertrauten Mann nach Kofenthcim sandte, durchihn Antons Pflegerin aufsuchcn und ihr eine ansehnlicheSumme auszahlcn ließ. Auch Elisabeth, die dem Abge-ordneten lachend gestand, daß sic die Person gewesensey, die in Kaninchcnbcrg Vater und Sohn mit einandervereinigt habe, erhielt ein Geschenk, und Antonic — einenGrabstein.
Wüsthof gab sich nicht die Ehre (wie man oft inöffentlichen Blättern liest) den Tod seiner Gemahlin inden Zeitungen bekannt zu machen. Er meldete ihn nichteinmal ihrer leiblichen Schwester, die vermählt mit einemHerrn von Katz in Wien lebte. Die beiden Geschwisterliebten sich trotz der Gleichheit ihrer Gcmüther von Hauseaus nicht, wurden frühzeitig getrennt, und fragten in derFolge wenig nach einander. Als aber Herr von Gold-ammer gestorben war, schmeichelte Frau von Katz ihrerSchwester aus allen Kräften, um sie einst zu beerben.Diese Hoffnung vereitelte Herr von Wüsthof durch seineVermählung mit der Wittwc. Nun trat zwischen denbeiden Damen die alte Kälte wieder ein, und stieg beider Wienerin zu einem so grimmigen Haß, daß sie ihrerSchwester einen Fehdebrief schrieb, worin sie unter andernBeleidigungen erklärte: sie schäme sich, mit ihr unter