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„Beilegung des Namens Anton Wust Hof, die„heilige Taufe empfangen hat, wird auf Verlangen„aus dem Kirchcnbuche hiermit attcstiret. Kosenthcim,„am Tage Johannis des Täufers, 17...
„Martin Hcrrmann, t?astor loci."
Die Vorleserin bekam gräßliche Zuckungen, die Livpenwurden ihr blau, und die in ihrem Innern kochende Wuthbenahm ihr am Ende Stimme »nd Athcm, daß sie nurunvcrnchmliche Töne hervorstöhncn konnte. Herr vonWiisthof warf sich zitternd und zagend in den Lehnstuhlund senkte schweigend den Kopf. Sie ging mit auSge-spreizten Händen, die den Kralle» eines Raubvogels gli-che», auf ihn zu und bedrohte seine Augen. Als er abereine abwehrcndc Bewegung machte, kehrte sie um undgriff nach dem zweiten Blatte, das von Elisabeths Handdiese Worte enthielt:
„Herr Oberst von Wiisthof, erinnern Sie sich noch„der armen Antonic, die Sie vor beinahe zwei Jah-„ren durch ein Ehcversprechen täuschten? — Sie ist„todt! — Aber sie hinterlicß Ihnen ein Vcrmächtniß„— diesen Knaben — er ist Ihr Sohn! — Han-„deln Sie als Vater an ihm, und versöhnen Sie„dadurch den Schatten seiner unglücklichen Mutter!"
Wiisthof riß seiner Frau, als sie mit Schaum vor demMunde Antoniens Namen aussprach, das Blatt aus derHand, durchflog es mit thränenden Augen, und sein warmaufwallcndcs Herz sprengte plötzlich die Eisrinde, unterder es so lange geschlummert hatte. Er beugte sich überdas Kind, küßte cs und rief laut: „Ja , du bist meinSohn und ich will dein Vater scpn!" —