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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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lassen, in den Alkoven ihres Zimmers, wo es sich ruhigverhielt.

Es war jetzt schon zehn Uhr, und während der Zube-reitung der Mahlzeit, wozu erst Hühner eingefangcn undabgckehlt wurden, kam die Mitternacht heran. Wüsthofhatte indessen lange Weile,, warf sich in einen Groß-vaterstuhl, und nickte, was er dreißig Jahre früherin der Erwartung eines so angenehmen Besuchs gewißnicht gethan hätte.

Die endliche Ankunft des Essens weckte ihn wieder.Er taumelte, noch halb schlaftrunken, in Elisabeths Zimmerund führte sie zur Tafel.

Hier verfuhr er nun ganz nach seiner gewöhnlichenTaktik; er behandelte, um Vertrauen zu gewinnen, seinenschönen Gast mit Achtung, und ließ sich kein unziemlichesWörtchen entschlüpfen. Er wollte , bevor er sich irgendeine Freiheit erlaubte, den Wein erst wirken lassen, unduöthigte wacker zum Trinken. Aber Elisabeth, die seinembösen Anschläge sogleich auf die Spur kam, nippte nur,indem er selbst mit vollen Zügen trank und einige Flaschenleerte. So entging sie der Schlinge, und er selbst ver-wickelte sich darin; denn der Wein, der ihm in jüngernJahren als sein treuer Bundesgenoß ersprießliche Dienstegeleistet hatte, kehrte jetzt die Waffen gegen ihn, spannteseine Nerven ab und versenkte ihn in eine unwiderstehlicheSchläfrigkeit, die zum Theil in den Strapatzen der Reiseihren Grund hatte. Elisabeth war mit Vorsatz eine trockneGesellschafterin, um ihn nicht zu ermuntern. Er gähntedaher immer häufiger und konnte die Augen kaum mehroffen erhalten.

Um den kleinen Anton zu besuchen, doch unter einemandern Vorwände, that Elisabeth, ehe noch die Mahlzeit

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