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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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reiten. Staunend versprach der Gasthaltcr, mit seinerBewirthung Ehre cinzulegcn.

Elisabeth hatte sich indessen, als sie ausspannen sah,in ihre Stube begeben nnd pflog mit sich selbst Rath,auf welche Weise sie dem Obersten, den ihr ein glücklichesUngefähr in die Hände geliefert hatte, sein Söhnleinüberantworten wollte. In dieser Gcdankcnjagd störte sieder Wirth. Er kam und meldete den Obersten, derihr aus einige Augenblicke aufzuwarten wünschte.

Sie nahm den Besuch an. Herr von Wüsthof betrugsich sehr gesittet, sprach ein paar Minuten über gleich-gültige Dinge, und lud sie dann zum Abendessen in seinZimmer ein.

Sie sah ihm ohne Antwort starr in'S Gesicht, trateinen Schritt zurück und schien beleidigt.

Verzeihen Sie, Madam," sagte Wüsthof,daß icheins» Bitte wagte, die in der That etwas kühn ist, undsogar unschicklich heißen könnte, wenn ich sie mir irgendwo anders, als in einem Gasthofe erlaubt hätte. Aberbefreit von den drückenden Fesseln des Ccrcmoniells, lebenReisende in einem gewissen Stande der Natur, und nä-hern sich einander ohne Zwang, um die traurigen Step-pen der Wirthshäuser mit den Blumen der Geselligkeit zubestreuen."

Elisabeth äußerte noch einige Bedenklichkeiten; dochendlich sagte sie zu. Nur schlug sie es ab, ihn sogleichin sein Zimmer zu begleiten. Sie habe, sagte sie, un-verschiebliche Briefe zu schreiben. Indessen werde dasEssen fertig, und sie erwarte Nachricht, wenn es aufge-tragcn sep.

Der Oberst empfahl sich, ohne sein Kind gesehen zuhaben. Elisabeth trug cs, als er sich hatte anmelden