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machte sich ein eigenes Geschäft daraus, ihm lustige Possenzu spielen. So ward er des schadenfrohen Kobolds, derihm nimmer Nahe ließ, höchst überdrüßig, und drang inseine Frau, ihn von der Last ihrer Familie zu befreien.Besonders war ihm Anton ein Dorn im Auge. Dennda dieses verlassene Kind niemanden angehörte, so be-sorgte der vorsichtige Kaufmann, es mochte dem Hause,wo es geboren ward, zu einer verjährenden Beschwerungwerden, und ihm, dem Grundbesitzer, am Ende die ge-setzliche Obliegenheit zufallen, es zu ernähren.
Selbst Madam Sommer war wegen des Knaben be-kümmert. Sie sah ihn als ein ihr zugcstorbcnes werthesEigcnthum an, und erfüllte mit Freuden die Pflicht, ihnzu verpflegen; allein ihre Vermögensnmstände waren sobeschränkt, daß sie sich außer Stand fühlte, die mit derZeit immer höher steigenden Kosten seiner Erziehung fortund fort bestreiten zu können.
Einst sprach sie darüber mit ihren Töchtern. „Ich be-greife nicht, Mutter," sagte die jüngere, „warum Siesich das Leben so schwer machen. Anton ist ein lieberJunge; ich bin ihm selbst herzlich gut; aber wie kommenSic dazu, Ihre schmalen Bissen für ihn dem eigenenMunde abzudarbcn? Warum übergeben Sie ihn nichtseinem reichen Vater? — Der sorge für ihn!" —„Rechne doch nicht auf diesen steinernen Menschen!"versetzte die Mutter. „Er verläugnct ja das Kind, und-würde mich hart zurückwcisen, wenn ich's ihm brächte?" —„Uebcrlasscn Sie das mir!" sprach Elisabeth. „Ichwill ihn gewiß zur Annahme zwingen; und sträubt ersich dagegen, so setze ich ihm den Buben heimlich vor dieThür." —
Die Mutter verwarf diesen Vorschlag; aber Elisabeth