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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
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Gefälligkcit gegen ihre um sie bekümmerten Freundinnenalle Kräfte ihres Geistes an, um heiter und ruhig zuscheinen.

Madam Sommer und deren Tochter sahen mit Betrüb-niß, daß ihre Wangen immer mehr erbleichten, ihre Ge-stalt immer mehr verfiel. Der Tod verfolgte sie mit zö-gernden Schritten. Es schien, als hätte er ihr nur nocheine Gnadenfrist zur Pflege ihres Säuglings gestattenwollen; denn kaum war der Knabe stark genug, derNahrung an der Mutter Brust zu entbehren, so schloß sienach einem kurzen Krankenlager die Augen sanft zumewigen Schlummer.

Sie starb in den Armen ihrer beiden Freundinnen, die,vor ihrem Bette kniccnd, in Thränen zerflossen.

Aber Herr Hcckthaler ging mit trockenen Augen undverdrießlichen Geberden in der Stube auf und nieder undwarf finstere Blicke auf das in der Wiege schlafende Kind.Auf Ein Mal blieb er stehen, rieb unwillig die Stirnmit der Hand und schrieb eine Menge Zahlen mit Kreideauf den Tisch.Was sich das aufsummt!" rief er hastig.Unter zehn Thalern wir mögen's so knapp einrichten,als wir wollen können wir sie nicht in die Erde brin-gen! Wer soll dieß Geld geben? Und wer soll ihn er-nähren, den schreienden Wurm, den sic uns hier auf demHalse gelassen hat?"

O, ich bitte Sie," sprach seine Schwiegermutter,sen-den Sie der entflohenen Seele nicht solche harte Beleidi-gungen nach, und machen Sie sich wegen des Begräb-nisses keinen Kummer! Ich werde es veranstalten, ohnevon Ihnen einen Kostcnbeitrag zu fordern, und für dasarme Kind wird der Vater im Himmel sorgen."

Das soll mir sehr lieb sepn!" versetzte Heckthaler.