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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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nnen Pfennig zu nehmen nein, davor soll mich derHimmel bewahren."

Nicht anders, lieber Herr Sohn!" sprach MadamSommer.Wir wollen uns darüber noch heute anseinen festen Fuß setzen, daß wir beide zufrieden scpnkönnen."

Herr Heckthalcr verbeugte sich, und war nach abge-schlossenen Kontrakt und erhaltener Pränumeration aufden ersten Monat der heiterste und gefälligste Mann vonder Welt.

14 .

Aber Antonie ward mit jedem Tage schwermüthiger.Wie eine Gefangene lebte sie in einem engen Stübchen,dessen Fenster immer verhangen waren. Hier entzog siesich, mit Ausnahme ihrer beiden Freundinnen, den Augenaller Menschen, und scnfzte und weinte ihrer Entbindungentgegen. Sie gebar einen schönen, gesunden Knaben,der Anton Wüsthof getauft wurde.

Muttersreude .durchstrahlte jetzt wie flüchtige Sonnen-blicke die düstern Wolken, die ihre verwundete Seele um-hüllten. Mit mattem Lächeln ruhten ihre Augen oft aufdem Knaben; doch mit Geberden des Entsetzens wandtesie sich von ihm ab, wenn sie durch seine Gesichtszüge,in welchen sich nach und nach eine sprechende Achnlichkeitmit der Bildung seines Vaters entwickelte, an diesenMenschen ohne Redlichkeit und Gefühl zu lebhaft erinnertward. In diesem Wechsel streitender Empfindungen ver-schlich ihr ein halbes Jahr. Vergangenheit und Zukunftbestürmten ihr Gemüth; Gram und Sorgen verzehrtendas Mark ihres Lebens; und dennoch strengte sie aus