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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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hatte, gerieth über seine boshaften Ausflüchte in eine»edlen Zorn und brach gegen ihn in Verwünschungen aus.Uebcrzeugt von Antoniens sittlichem Lebenswandel, wolltesie sich ausmachen und des Mädchens Unschuld vor ihm inPerson vertheidigen. Hastig suchte sie ihre Neisekleiderzusammen, ungeachtet ihr Antonie vorstellte, daß siesich Mißhandlungen auSsctzen und dennoch mit leererHand znrückkommen würde. Sie ließ sich durchaus nichtbedeuten. Doch als sie schon mit Mantel und Kappegerüstet stand und nun die Beschwerlichkeit einer Reisevon mehr als zwanzig Meilen überdachte, da sank ihrMuth eben so schnell, als er vorhin aufgelodcrt war.An seine Stelle trat eine fast kindische Furcht vor Wüst-hofs gedrohter Verfolgung. Sie erschrack vor jedem Ge-räusch; jeder Fußtritt kündigte ihr eine Schaar von Ge-richtsdienern an.Laß uns fliehen," rief sie,laß unsfliehen! Wir sind keinen Augenblick sicher!"

Mit vieler Mühe bewegte sie Antonic, sich zu beruhigenund die Abreise noch einige Tage aufzuschiebcn. Längeraber wollte sie selbst in dieser Gegend nicht bleiben; dennhier, wo man sie allgemein als ein Muster von Tugendverehrt hatte, schauderte sie doppelt vor der Entdeckungihrer Schande.

Die Anstalten zur Veränderung ihres Wohnortes warenbald getroffen. Ihr weniges Hausgeräth fand sogleicheinen annehmlichen Käufer. Die kleine Summe, die siedafür erhielt, ward zu den Reisekosten bestimmt; eine an-dere, die sie erspart hatte, sollte den Aufwand der neuenEinrichtung bestreiten. Alles Uebrige stellte sie der Vor-sehung anheim und setzte sich mit Madam Sommer ge-trost auf den Postwagen. Diese wackre Frau, die schonseit geraumen Jahren im Wittwenstande lebte, war ihre

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