-OZ, 273 Go-den nächsten Tagen auf Abschaffung einer englischen Doggeund zweier Reitpferde, als unnützer Brod- und Hafer-consumenten. Er wollte sich von den geliebten Thierennicht trennen und wehrte sich lange, bevor er sich ent-schloß, auch dieses Opfer den Göttern des Hausfriedenszu bringen. Die Pferde wurden feil geboten; den Hundwollte er verschenken. Aber das Letztere ward nicht er-laubt. Sie bestand darauf, ihn zu versilbern und dasGeld in die Wirthschaftskasse zu liefern. Es mußte ge-schehen.
Um Ruhe zu haben, ließ sich Wüsthof, ein durch Aus-schweifungen entnervter Schwächling an Körper und Geist,immer mehr und mehr von ihr in die Enge treiben.Sic machte sich im Hause völlig souverän. Er war ihrerster Unterthan und fürchtete sich vor ihr, wie Kindervor einem Popanz. Nur darin zeigte er noch einenSchatten von männlicher Festigkeit, daß er, ohne sichdurch ihren heftigen Widerspruch im Geringsten erschütternzu lassen, dem Hofmarschall das Haus verbot, weil erihn, den Urheber seiner unseligen Heirath, nicht vorAugen sehen konnte.
12.
Aber er hatte die Hölle, worin er lebte, an Antonienverdient. Sie war durch ihn eine der Unglücklichsten ihresGeschlechts. Sie fühlte mit Entsetzen, daß sic Mutterwerden würde.
Zermalmt vor Angst und Scham, entdeckte sie sich ihrermütterlichen Freundin, bei der sie wohnte. Die armeFrau erschrack; doch faßte sie sich, um Rath und Trostzu geben. Sie sagte: es sep hier nichts zu thun, als
Llingbeui'S sämmil. Schr. XII. Bd 18
*»-!!
e.
ft
i >