Druckschrift 
8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
272
Einzelbild herunterladen
 

-oV 272 <§o-

Alles, was der Pöbel thut und Standespersonen ver-meiden."

Gut, ich will diese Definition so wenig fie auchim Ganzen Stich halten möchte gelten lassen. Siestreitet mehr für als wider mich; denn ich habe in mei-nem Leben fünf oder sechs Fürsten und circa dreihundertGrafen und Freiherren mit Pfeifen im Munde gesehen."

Und indem er das sagte, dampfte schon sein mecrschau-mcner Kopf wie ein Schornstein.

Um's Himmels willen!" schrie sie auf:Wollen Siedieses Zimmer in eine Wachstube verwandeln?"

Daran fehlt noch viel!" sprach er gelassen und nebeltefort.

Halten Sie ein, ich bitte Sic! Ich bekomme Krämpfe,Schwindel, Migräne."

Ei bewahre!" rief er, ohne die Pfeife aus der Handzu legen:Haben Sie denn ein so schwaches Nervenge-bäude?"

Leider ist's nicht so stark, als das Ihrige! Drum bitt'ich nochmals, verschonen Sie mich mit Ihren höllischenDämpfen und entwöhnen Sie sich Ihrer Unart!"

Und ich bitte, gewöhnen Sie sich daran!"

Er hauchte immer größere Wolken von sich. Sic zogenzu ihr hin und wirbelten ihr um den Kopf.

Nein, das halt' ich nicht aus! Mir wird übel dieStube dreht sich mit mir ich fall' in Ohnmacht!"

Sic kämpfte mit beiden Händen gegen die Wolken, sankauf den Sopha und schien zu erstarren.

Potz Ziererei und der Teufel!" schrie er laut und gingmit starken Schritten aus dem Zimmer.

Er enthielt sich seitdem, in ihrer Gegenwart zu rauchen.Doch dieser Triumph genügte ihr nicht. Sie drang in