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einst, wenn der grimme Tod ihre Ehe trennte, der über-lebende Theil, ohne Anfechtung von andern Erben, der ge-lammten Güter und Habe des entseelten Körpers gewißsey. Gute Leute treffen solche Anstalten aus Liebe zueinander; hier aber ward Selbstliebe das Triebrad.Herr von Wüsthof glaubte, seine Gemahlin werde so artigseyn, sich früher als er ins Grab zu verfügen; und sie,die nicht die geringste Lust dazu hatte, erwartete diese Höf-lichkeit von ihm. So kam unter zärtlichen Heucheleien amTage nach der Hochzeit das Vermächtniß zu Stande.
Die Gcrichtspersoncn, die cs nicdergeschrieben hatten,waren kaum aus dem Hause, so fing Frau von Wüsthofschon an, das reizbare Gemüth zu zeigen, dessen ihr Ge-mahl in der Nachschrift seines Briefes an Antonien er-wähnte. Es schien, als wollte sie ohne Verzug auf dieErbschaft hinarbeiten und ihn sobald als möglich durch denArsenik der Aergcrniß aus dem Wege räumen. Die ListePortion Natzenpulvcr bekam er in den Magen, als ernach dem Weggange der Tcstamentsschreiber seine Tabaks-geräthschaften ans einem Schranke hervorsuchte, um einePfeife zu stopfen.
»Pfui!" sagte sic und spuckte aus: „Sie schmauchen dochnicht etwa?" —
»Nein, ich rauche nur," sprach er lachend.
„Wortgespicl!" versetzte sie finster. „Ich frage ernst-haft." -
„Und ich antworte ernsthaft, daß ich seit beinahe vierzigJahren rauche." —
„Jst's möglich? — Wie konnten Sic sich zu einer sogemeinen Sitte gewöhnen?" —
„Gemein! — Was nennen Sie gemein?" —