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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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schiedene sehr vernünftige Vorstellungen machten, dieIhren Verstand und Ihre Bescheidenheit tn das hellsteLicht stellten. Ich liest zwar, von Leidenschaft be-lauscht, Ihre triftigen Gründe nicht gelte»; ich wi-derlegte sic lebhaft; aber ich muß gestehen, daß ichbald nachher das Gewicht derselben fühlte. DieGränzschcidung zwischen dem Adel und dem Bürgcr-standc ist und bleibt freilich in meinen Augen eineThorheit; wer aber nicht wie ein Walvbrnder ineiner Einöde lebt, muß sich nach den Schwachheitenund eingewurzelten Vorurtheilcn der Menschen seinerKlaffe bequemen, wenn er nicht der Fledermaus un-tcr den Vögeln gleichen und sich dem Spott undder Verachtung ausstclleu will. Das wäre, wie Sie,Mademoiselle, weislich voraussagtcn, nicht nur meinSchicksal gewesen, sondern auch Sie selbst würden,als meine Gemahlin, die bittersten Kränkungen inden Zirkeln der höhern Welt erfahren haben; dennobgleich der männliche Adel den Mangel einer edlenGeburt sehr gern der Schönheit verzeiht, so sind dochdie Damen gegen die Ahncnlose, die sic in den hei-ligen Kreis ihrer Assemblern cintreten sehen, destointoleranter, jemehr sie wie das bei Ihnen, Ma-demoiselle, der Fall ist von der Natur mit einerFülle von Reizen ausgcstattet wurde. Und was kanner thun, der Mann, der seine Gattin von verfeincr-tcr Bosheit verfolgen und gleichsam mit leisen Na-delstichen zu Tode quälen sieht? Unterständen sich'sMänner, so forderte er sie vor die Klinge und lehrtesic Mores; aber Weiber! Was soll er mit denenanfangen? Das Schwert ihrer Zunge ist mäch-tiger als Rolands Schwert, und Herkuls Löwen-