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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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bestimmt war. Keine Hinterlist ahnend, ging sie in dieFalle und eignete sich das verrätherische Konfekt größten-theils zu, um bei der gegenwärtigen Gasterei davon Ge-brauch zu machen. Das war denn auch richtig geschehen.Die erste Eigenthümerin zeigte den Personen, die ihr zu-nächst saßen, ihre Handschrift, und es ward so viel dar-über gekichert, daß cs in andern Gegenden der Tafel Auf-merksamkeit erregte. Selbst Frau von Goldammer fragteetwas bestürzt nach der Ursache dieser Lustigkeit, und manfertigte sie geschwind mit einer Nothlüge ab.

Dergleichen Spott ward noch mehr getrieben. Doch,unbekümmert um des Neides Geschwätz, vollzog das edleBrautpaar nach einigen Wochen seine Vermählung.

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Unbekannt mit allen diesen Vorgängen, hoffte die guteAntonie von Stunde zu Stunde auf einen erfreulichenBrief von ihrem treulose» Bräutigam, bis das Gerüchtvon seiner Vermählung ihr Dörfchen erreichte. Sie er-starrte; sic widersprach; sie läugnete die Möglichkeit. Eswar freilich nur eine unverbürgte Sage; denn der Oberstließ keine osficielle Bekanntmachung seiner Heirath an An-toniens Wohnort ergehen, ungeachtet er dieß auf seinenübrigen Gütern gcthan und seine Gemahlin auch überallschon eine Art von Huldigung eingenommen hatte. Doches kamen immer neue Nachrichten, die jenes fliegende Ge-rücht bestätigten. Dennoch blieb Antonic bei ihrem Un-glauben und schrieb dem Oberst: er werde verleumdet.

Hierauf erfolgte nach geraumer Zeit diese Antwort:Sie werden sich erinnern, Mademoiselle, daß Siemir damals, als ich Ihnen meine Hand antrug, ver-