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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
265
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IN Vergessenheit zu bringen. Im Nu verschwanden Spottund Schadenfreude, die noch auf manchen Gesichtern ge-lauscht hatten; alle Köpfe verneigten sich zusagend, undjedes lahme Bonmot, das Frau von Goldammer von jetztan ausgehcn ließ, ward nicht nur allgemein schön gefun-den und laut gepriesen, sondern oft sogar schon, indem sienur den Mund öffnete, pränumerando belacht.

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Lieber Hofmarschall," sagte der Oberst beim Abschiede,thun Sic mir den Gefalle» »nd finden Sie sich übermor-gen einige Stunden vor der Tafelzeit auf dem Schlosseder Frau von Goldammer ein. Ich werde selbst wegeneiner gewissen Angelegenheit, wobei Sie mir unentbehrlichfind, so zeitig dort cintreffcn."

Aha!" rief der Hofmarschall:Wollen Sic vielleicht,che die übrigen Gaste ankommen, das Herz der schönenWittwc bercnnen?

Getroffen!" antwortete der Oberst:Und ich ersucheSic, mir dabei Adjutantendienste zu leisten."

Wie beredet, so geschehn! Die Herren begaben sich frühgenug auf den Weg, daß sie die Dame noch allein fan-den. Der Oberst verlor keine Zeit. Er that unter Bei-stand seines Adjutanten einen beherzten Angriff, die Kapi-tulation wurde nach einer kurzen Unterhandlung geschlos-sen und bei der Tafel feierlich bekannt gemacht.

Von allen Seiten erschallten Glückwünsche; aber manbemerkte dabei Gesichter, die sich plötzlich entfärbten undmit Falten des UnmuthS bedeckten. Das war besondersder Fall bei einigen verblühten Fräulein, die sich selbst aufden Oberst Rechnung gemacht hatten und nun auf einmal