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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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Das war für den Geizhals ein mächtiger Antrieb, sich überalle Bedenklichkeiten hinwegzusetzen.

Als sich das leise Gespräch zu sehr in die Länge zog,fand er für rathsam, cs zu unterbrechen. Die Dame hättesein beharrliches Stillschweigen ja sonst als einen Mangelan Achtung gegen sie auslcgcn können.

Herr Hofmarschall,« fing er an,Sie werden mit mirin einen ernsthaften Handel gerathen!"

Warum denn, lieber Oberster?" fragte Jener.

Darum, mein, Herr," entgegncte Wüsthof,weil Siedie Unterhaltung mit unserer liebenswürdigen Nachbarinfür ein Monopolium ansehcn und mich ganz davon aus-schließen."

O Himmel!" kreischte Frau von Goldammer dazwischen:Das gibt Stoff zu einer Komödie, wenn ich noch in mei-nen alten Tagen ein Duell veranlasse."

Schmeichelnd beruhigte sie der Oberst. Sie zierte sichwie ein Acffchcn und schlug alle Saiten an, von welchensie glaubte, daß sie ihm lieblich tönen würden. Zuerst er-hob sie seine Güter bis in den Himmel, dann hielt sieden ihrigen eine bescheidene Lobrede; doch klagte sie, daßes ihr seit dem Tode ihres unvergeßlichen Gemahls sehrschwer werde, ihre störrischen Bauern und Dienstleute inOrdnung zu halten.

Bei dieser Stelle machte sie eine Pause und seufzte hin-ter dem Schnupftuche, womit sie bei der Erwähnung desseligen Herrn die Augen bedeckte.

Rach dieser Todtenfeicr beschwerte sie sich über ihr allzuweiches Herz, dem cs durchaus nicht möglich sep, sich zueiniger Strenge, auch nicht zu der gerechtesten, zu ent-schließen.

Hier lächelte der Hofmarschall mit abgewandtem Gesicht

L«»gbei»'s sämmil. Schr. XIl. Bd. 17

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