samkeit, als ihm sein Freund darüber Auskunft gab. Die-ser, ein alter, in Ruhestand versetzter Hofmarschall, merktesogleich, wo der Wind hcrkam, und freute sich, daß ihmhier vielleicht eine Gelegenheit blühe, einen Kuppelpelz zuverdienen; denn er war weit und breit der betriebsamsteEheprokurator, und ward dieses Geschäfts nicht übcrdrüßig,ungeachtet man ihn oft hintcnher, wenn die von ihm ge-stifteten Heirathcu übel ausschlugen, die Hölle wünschte.
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Auf seine geheime Veranstaltung traf den Herrn vonWüsthof das unbcneidctc Loos, daß ihm der Hauswirthseinen Tafclplatz neben der schönen Wittib anwics. DerGclegenheitsmachcr setzte sich auf der andern Seite nebensic. Ihr Ncifrock breitete seine Flügel über die Kniec undSchenkel ihrer Nachbarn aus und veranlaßt! den Kricgs-mann, ihn ein Bollwerk zu nennen, hinter welchem manvor Angriffen sicher sep.
„Nur nicht vor den Pfeilen des Liebesgottes!" fiel derHofmarschall ein und bestrich den Obersten und die Damemit einem bedeutenden Blick.
Herr von Wüsthof, dem dieser Spaß ein Schauerchcncinjagtc, stellte sich blind und taub; aber seine Nachbarinnahm keinen Anstand, die Schmeichelei auf sich zu beziehenund mit einem schalkhaften Fächerschlage zu vergelten.
Der Hofmarschall schmiegte sich nun so, nahe, als csder Ncifrock erlaubte, an Frau von Goldammer, und er-stattete über den Obersten, den sie zum ersten Mal sah,in einer langen Ohrcnbcichte ausführlichen Bericht. Errühmte die Vortrcfflichkcit seiner schuldenfreien Landgüter,berechnete die Summen des Ertrags, schilderte ihn als