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machen. Jenes gelang ihm endlich auf eine schrecklicheWeise.
An einem schönen Sommcrtagc machte Gustav mit Ro-salien und ihren Eltern eine Spazierfahrt, bei welchersich auch der Kammerjnnker zur Gesellschaft aufdrang. Siefuhren nach einer Gegend, die durch Ruinen einer altenRitterburg viel romantische Anmuth erhielt. Auf einerFelsenklippe, die sich über einen Abgrund erhob, ragten dieschmalen, zackigen Trümmer eines halbverfallenen Thurmesgleich einer langen Feuerleiter hoch in die Luft empor undfesselten jedes Auge. Man fand dort immer Leute, diesich an dieser Ansicht ergötzten; aber seit Jahrhundertenwar es keinem Menschen in den Sinn gekommen, an demverwitterten Thurmgerippe cmporzusteigcn. Der Kammer-junker warf die hinterlistige Frage auf: ob dieß wohl mög-lich scp. — „Warum nicht?" erwjcderte Gustav. Jenerbehauptete nun mit höhnischem Lächeln das Gegentheil, undtrieb dieß absichtlich so lange, bis Gustav, durch diesenhartnäckigen Widerspruch erhitzt und beleidigt, zuin Felsenhinflog, um sein Wort durch die That geltend zu machen.Rosalie und ihre Eltern baten ihn dringend, dieses gefähr-liche Wagestück zu unterlassen; aber er hörte nicht, klettertewie eine Katze an dem zerstörten Gemäuer hinauf, er-reichte glücklich die Spitze und stellte sich auf einen Krag-stein, der sich wie der Arm eines Wegweisers über denAbgrund hinstreckte. Indem aber hier der Verwegene trium-Hhirend den Hut schwenkte, riß sich der lockere Stein un-ter seinen Füßen von der Mauer los und stürzte mit ihmin die Felsentiefe hinab. Rosalie und ihre Eltern eiltenmit Entsetzen dem Verunglückten zu Hülfe. Doch keineRettung war möglich; man fand ihn zerschmettert.