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Einfall, der schlimme Folgen befürchten ließ, auszuführen,so rief er hohnlachcnd: „Warum nicht?" und brach keckden Lorbeer, der ihnen unerreichbar geschienen hatte. Sieklatschten ihm Beifall zu und mißbrauchten bei jeder Ge-legenheit seine falsche Ruhmbegierde. Er unternahm blind-lings die schlimmsten Dinge, sobald seine Freunde Miß-trauen äußerten, daß er Muth dazu habe.
Einst stieg er nach einem unmäßigen Trinkgelage mitseinen Zechbrüdern zu Pferde und sprengte vor's Thor.Sic ritten mit verhängtem Zügel über Stock und Block,und kamen endlich an einen breiten Graben, der ihremWettrennen Einhalt that. Die kühnsten Reiter unter ih-nen behaupteten, kein Pferd scy im Stande, hinübcrzu-sctzcn. „Warum nicht?" rief Gustav und gab seinemGaul die Sporen. Das mnthigc Thier nahm alle Kräftezusammen; aber unvermögend, die weite Kluft zu über-springen, stürzte es mit ihm so unglücklich, daß er einBein brach.
Durch diesen Schaden ward er nicht klug. Kaum ge-heilt, begann er sein wüstes Leben von Neuem. Doch dieLiebe, die schon manchen Wildfang zähmte, legte auch ihmjetzt einen Zügel an. Nosalic, die schöne und kluge Toch-ter eines wackern Edelmanncs (der nahe bei Gustavs Gar-nisonsstadt einen Nittersitz bewohnte) gewann über denWüstling so viel Gewalt, daß er ihr, wenn sie ihn vonThorheiten abmahntc, wie ein Kind folgte. Dieser Ge-horsam ward durch Gegenliebe belohnt, und es hatte denbesten Anschein, daß sich Rosaliens Zögling in ihren Ge-mahl umwandeln werde. Aber ein neidischer Nebenbuh-ler, der Kammcrjunkcr M", suchte ihn, wo cs nur mög-lich war, zu seinen vorige» Ausschweifungen wieder zuverleiten, um ihn dadurch bei dem Fräulein verhaßt zu