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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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in seiner Bibliothek. Alle Bücher schienen lebendig undtoll geworden zu scpn. Der größte Aufruhr war in denQuartieren der Ritter und der Räuber. Ein widrigesGemisch zankender Stimmen kreischte durch einander. Siestritten über den Beifall der Lescwelt.Wir," riefein Löwenritter des seligen Spieß, der selbst ein Löweunter den Schriftstellern war, indem er in sechs Jahrengegen fünfzig Bände schriebwir ehrlichen alt-deutschen Kämpen galten sonst alles! Unsere Abenteuerund Liebschaften setzten zahllose Federn in Bewegung.Wir waren die Helden der deutschen Scribcntcn und be-geisterten sie wunderbar. Mancher Kandidat des heiligenPredigtamts, der in seinem Leben keine Lanze gesehenhatte, beschrieb unsere Turniere, und das Ding ließ sichlesen. Jedes Rittcrbuch, gut oder schlecht, ward ver-schlungen. Besonders waren die schönen Frauen undzarten Dirnen ganz versessen daraus. Ach! das alles istnun vorbei, seitdem ihr verruchten Buschklepper die Heldendes Tages geworden sepd, und eine Menge Schriftstellersich nicht schämet, mit euern cckelhaften Schandthaten dasPapier zu besudeln!"

/.Schweig, Du altfränkischer Lanzcnbrccher!" sprachRinaldo Ninaldini, der Wortführer der Räuber.Wirmuthigen Waldbürger haben euch nun einmal aus demSattel gehoben, und Au, alter Degenknopf, wirst dasnicht ändern! Das Bessere behält am Ende die Ober-hand; das ist der Gang der Natur. Die Welt ward'sendlich satt, eure schwerfälligen Streithengste tummeln zusehen und euch von Biederkeit und kcuschcrMinne schwatzenzu hören. Damit macht man sich hent zu Tage lächerlich.Egoismus, sinnliche Liebe und wilde Kraft, die alle Schran-ken durchbricht, das sind die Geister der Zeit, die auch