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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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anschnaubt und täglich seinen guten Stiefel trinkt, biser unter den Tisch fällt? Oder ein wackerer Räuber-hauptmann, der seinen Dolch und sein Schwert fleißigmit Blut färbt? Man kann in der Thal nichts Bes-seres lesen, als solche Geschichten, die das Angenehme mitdem Nützlichen verbinden und Geist und Herz ungemeinveredeln. Doch da es einfältige Leute genug gibt, dieden Werth dieser vortrefflichen Schriften nicht einsehenund sie sogar nichtswürdigen Brack nennen; so hatte Bal-drian auch für dergleichen Sonderlinge gesorgt, und sichnoch tausend andere Bücher angcschafft, die zwar jenenunsterblichen Werken nicht das Wasser reichen, aber dennochauch mitunter in Leihbibliotheken gesucht werden.

Der gcsannntc Bücherschatz war in einem einzigen Zim-mer ausgestellt. Ein Ncbenkämmerlein diente dem HerrnBaldrian zur Wohnung und Schlafstelle. Man scheltediese Ortsbeschreibung nicht kleinlich! Ist, wie hier, voneiner Schlacht die Rede, so kann die Topographie desWahlplatzcs nicht'genau genug sehn. Das lehrt Auster-litz. Dort sind, wie der eine Kampftheil behauptet,mehrere tausend Streiter mit Nossen und Wagen in einemSee ertrunken, und dennoch gibt's, nach der Versicherungder andern Partei, in der ganzen Gegend kaum einenFroschpfuhl Der Himmel und die Austerlitzer mögenwissen, wer Recht hat. Wir haben uns jetzt bloß umunsere Wahlstatt zu bekümmern.

Eines Abends kostete Baldrian verschiedene neue Meß-srüchte; sic wirkten wie ein kräftiges Opiat; er ginggähnend zu Bett, und schlief hart und fest. Aber mittenin der Nacht hörte er mit Schrecken einen gräulichen Lärm

' Man sehe die von beiden Seiten öffentlich bekannt ge-machten Schlachtberichte.