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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
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vils zu kühnen Thatcn entflammten und uns mit derheutigen Welt gleichsam befreunden."

Befreunden?" fiel der Löwcnrittcr hohnlachend ein.Mit Straßenrändern und Mördern befreunden? Nein,so tief werden ehrliche Leute nicht finken!"

Greift doch in cuern eignen Busen!" versetzte Rinaldo.Hätten denn etwa die sogenannten ehrlichen Leute mehrEhre von euch? Ihr selbst triebt ja vor alten Zeitenunser Handwerk! Oder war das kein Straßenraub, daßein großer Theil der edlen Ritterschaft in Hohlwegenlauerte und de» reisenden Kaufmann der Mühe übcrhob,seine Waarcnbündcl und Geldkatzen weiter zu tragen?Diese Höflichkeit nannte man vom Stegreif leben,und es ward damals zum Sprichworte:

Rauben und Stehlen ist keine Schande,

Thun cs dvch die Ersten im Lande.«

Ueber diesen Borwnrf entbrannte der Löwcnrittcr undforderte seine Waffenbrüder auf, sich mit ihm gegen dieStrauchdiebe zu verbinden. Nasch stellten sich die Ritterin Schlachtordnung und rückten in geschloffenen Reihenvor. Die Räuber, von Rinaldo und Schindcrhannes an-geführt, fielen ihnen hitzig in die Flanke und ersetztendurch List und Behendigkeit, was ihnen an Kriegskunstabging. Es entstand ein schreckliches Gemetzel, wobeifreilich kein Blut floß. Der Wahlplaß war bald mitzerfleischten Ritter-Leichnamen bedeckt.

Auch andere Bücher mischten sich in den Kampf undschlugen sich entweder zu einer der streitenden Parteien,oder suchten im Getümmel ihre eigenen Feinde auf. DieSchriften der Gebrüder S. und des Herrn von K. ge-riethen besonders hart an einander. Den heftigsten Angriff