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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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Und dieser schändliche Austritt macht Dir Spaß?"sagte Madame Sempronia mit krauser Stirne.Valentinist ein Tollkopf, und die gute Frau hatte Recht, daß sienicht wie ein Papagei nachplapperte, was er ihr vor-sagte. Wozu war's denn nöthig? Ich hätte mich liebervon dem Wütherich erschlagen lassen, als seinem Eigen-sinn nachgegebcn!"

Ei, ei!" cntgegnete ihr Gemahl.Ich vernehme höchstmißfällig, daß du dem trotzigen Weibe die Brücke trittst! Du würdest doch wohl im gleichen Falle vernünftigersepn, und die paar Wörtlein, die bei der Korbmacheringleichsam an Ketten hingen, ohne Weigerung aussprechen,wofern ich dich darum freundlich ersuchte oder gar mithaushcrrlichem Ernst auf Gehorsam dränge?"

Nein, nein!" schrie sie heftig und donnerte mit derHand auf den Tisch.Ich thät's wahrlich nicht, wärstdu auch Papst oder Kaiser, und hättest einen Prügel, sodick wie ein Eichbaum!"

Das wollt' ich doch sehn!" erwicderte Semproniusund warf einen Blick auf seinen Braunen im Winkel.

Komm an, so du Herz hast, du Großsprecher!" kreischtesie, und stellte sich, beide Arme in die Seiten gestemmt,vor ihn hin.

Er sprang zornig auf, holte seinen korpulenten Spanierund befahl mit gewaltiger Stimme: sie solle ValentinsWorte sogleich aussprechen oder ernsthafter Maßregeln ge-wärtig sepn. Dieser Drohung lachend, schlug sie ihm einSchnippchen unter die Nase. Aber kaum empfand sie jetztdes Stockes Gewicht, da rief sie geschwind:Gott Lob,der Korb ist fertig!"