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Der bescheidene Schreiber hielt es für unschicklich, einZeuge dieser ehelichen Vertraulichkeit zu sepn und schlichvom Tisch in die Küche.
„Was gab's denn drin für eine Katzbalgerei?" fragtedie alte, häßliche Köchin.
„Hm! wenn Sie das morgen erfährt, ist's zeitig ge-nug!" antwortete der Schreiber verdrießlich.
„Aber ich, mein Herr, will's wissen, auf der Stellewissen!" schnäppertc Lisctte, das Hausmädchen.
Die Dirne war jung und hübsch und die Herzens-königin des Schreibers; was konnte der verliebte Fantunter solchen Umständen ihr abschlagen? Die Historieward also haarklein erzählt.
„O, über die abscheulichen Männer!" schmälte Lisette.„Mir sollten sie nur kommen mit ihren Korporalstöcken!Keinen Mucks brächten sie aus mir heraus." —
«Das ist leicht gesagt, mein Kind!" versetzte derSchreiber. „Aber ein Stock kann große Dinge thun.Er macht Helden und bändigt Helden." —
„Sieh doch!" spöttelte das Mädchen. „Pfeifst du ausdiesem Tone? — Ich glaube, du hast selbst viel Anlage,ein Ehezuchtmeister zu werden." —
„Im Nothfall, warum nicht?" antwortete lächelnd derLiebhaber.
„Untersteh dich das!" rief sic mit geballter Faust. „Eswäre dein Unglück!" —
Das Schreiberlcin fand sich im höchsten Grade beleidigt.Es entstand ein hitziger Wortwechsel. Die schadenfroheKöchin mischte sich in den Streit und blies die Gluth desZornes immer stärker an. Das liebende Paar fiel sichendlich in die Haare, und der obsiegende Federfechter ko-