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Allcin zum Unglück hatte das Zimmer, wo sie sich ebenbefanden, nur Einen Ausgang, und dieser war zur Fluchtunbrauchbar, weil der Kammerjnnkcr schon mit leichtenSprüngen die Treppe herauf kam. Emilie war selbst inVerlegenheit. Sie sah voraus, daß er über den Finanz-rath ganz ausgelassen witzeln und sie selbst nicht verscho-ne» würde. Dcßhalb that sie jenem in der Eile den Vor-schlag , auf den Balkon zu treten, und schob' ihn hinaus,eh' er Ja oder Nein sagen konnte.
Der Baron schwatzte länger als eine Stunde und ließeine Menge Menschen über die Klinge springen. Endlichkam auch der Finanzrath an die Reihe. „Diese Rechen-maschine , dieses trockne Einmaleins," — sprach er unter-andern — „ist einer der abgeschmacktesten Menschen unterder Sonne. Und welche drollige Kürbisgcstalt! — EinMann kann und darf häßlich sepn; aber er treibt diesesPrivilegium zu weit. Ich habe, sobald er mir in denWurf kommt, einen Hauptspaß mit ihm vor." —
Herr von Blei hörte jedes Wort und zitterte vor demmuthwilligen Schwätzer. Aber bald wurde seine Lage nochschlimmer. Ein heftiger Regenguß durchweichte ihn bisauf die Haut, und sein neues Prachtkleid war in einigenMinuten verwüstet. Er saß wie ein Frosch auf dem Bodendes Balkons, der einem Teiche glich.
„Es regnet sehr unhöflich!" sagte der Kammerjnnkcr.„Haben Sie die Güte, gnädige Frau, mir Ihren Wagenzu leihen. Ich habe den meinigcn sortgeschickt, und wohne,wie Sie wissen, fast eine Meile von hier."
Emilie war mit Vergnügen dazu erbötig. Sic klin-gelte; ein Jokei erschien und sie befahl, der Kutscher solleansxannen.