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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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du denn," flüsterte sie,die Hirnorgane deines jungenMannes jetzt auf's Neue geprüft?"

Nein," war die Antwort;aber Ich bitte, erlassenSie mir eine nähere Erklärung."

Cyrillus drang mit bürgermcistcrlichem Ernst und Nach-druck anfMitthcilung des Geheimnisses, und Madam Elsterbeichtete cs rein heraus, ungeachtet ihr Klaudine beideHände auf den Mund legte. Der Vater schlug über dasanstößige Organ ein beispielloses Gelächter auf. In die-sem Augenblicke trat Robert (der schnell in den Bräuti-gams-Schlafrock geschlüpft war und vor der Thüre ge-horcht hatte) ins Zimmer, mit der Haartour in der Hand.Klaudine drückte sich, als sähe sie ei» Gespenst, in denentferntesten Winkel und verhüllte ihr Gesicht.

Liebes Weibchen," sprach er in einem bittenden Tone,höre meine Vertheidtgung an!"

Sie saß wie ein tauber Stein und rührte sich nicht.

Ich gesteh' ohne Umschweife," fuhr er fort,daß ichdich täuschte, aus Liebe täuschte. Mich erschreckten dieKörbe, die Magister Täubling und Doktor Mauerbrecherwegen fehlerhafter Organe von dir erhielten; ich befürch-tete, ungeachtet ich gewiß kein böser Mensch bin, ei» ähn-liches Schicksal und suchte mich dagegen mit künstlichenTugend-Organen zu waffne». Die vereinte Geschicklichkeiteines Pcrückcnmachers und Wachsbossirers versorgte michdamit. Sie bearbeiteten diese Haartour nach der Zeich-nung eines erfahrenen Schädclkenners, und ich schützte beiden besten Gesundheitsumständen eine schwere Krankheitvor, um das Kunstwerk unter dem verdächtigen Scheineder Nothwendigkeit ans meinem Kopf pflanzen zu können."

Nun, sehen Sie!" ries Klaudine dem Vater und der