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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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Hirnkastcn haben, wie ich, und dennoch ein liebloser Vaterund ein Wütherich sepn."

Nicht möglich!" versetzte Madam Elster.Wo ein Or-gan, es sep gut oder schlimm, vorhanden ist, kann seineThätigkcit nicht ausblcibcn."

Cyrillus schwieg, weil er sich zu schwach suhlte, mit sei-ner hochgelahrten Schwägerin zu streiten. Sie machte ihn,so gut es sich in der Geschwindigkeit thun ließ, mit derSchädellchre bekannt, und empfahl ihm, sich derselben aufdem Rathhause, als eines untrüglichen Entdcckungsmittelsgeheimer Verbrechen, zu bedienen.

Auch Klaudinc gab mit einer altklugen Miene ihr Scherf-lein dazu und kündigte ihrem Vater an: sie werde nichtheirathen, ohne vorher die Organe des Mannes, der sichihr antrage, mit strenger Vorsicht untersucht zu haben.Nur auf diesem Wege, meinte sie, könnte» glückliche Ehengeschlossen werden; und es scp bisher blos Zufall gewesen,wenn sich hier und da ein Paar gleichgestimmte Seelenzusammengcfundcn hätte.

Der Bürgermeister ließ das alles dahingestellt sepn undging der Madam Elster und ihren Todtcnköpfcn so weitals möglich aus dem Wege, bis sie am folgenden Tagewieder abreistc.

Klaudine war (den Vorwitz abgerechnet, den sie sich inder Hauptstadt eigen gemacht hatte) ein feines Mädchenund das einzige Kind eines reichen Vaters; cs fanden sichdaher bald, wie Fliegen bei einer Zuckerschaale, eine MengeFreier bei ihr ein. Den Reihen führte Herr Täubling,Doktor der Weltweisheit, jüngster Prediger des Orts, und etwas mehr Geck, als sich für einen Geistlichen schickte.