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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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Ja, da könnten wir warten bis an den jüngsten Tag!"war die Antwort des tölpischen Stutzers.

Na, so komm, Gottfried!" sagte der Vater.Wirwollen mit der gelehrten Madam kurzen Prozeß machen.Ich will dir zeigen, daß ich ein Mann von Wort bin!"

Vater und Sohn stiegen jetzt ins Dachstübchen der Wittwehiuauf, die ihnen mit nasse» Augen entgegen kam. Sieflehte nochmals um Nachsicht und zeigte die bald vollendeteStickerei; aber die bauerstolzen Grobiane verhöhnten sic,drangen auf augenblickliche Befriedigung und drohten miteigenmächtiger Sclbsthülfe.Ich muß mich in alles er-geben!" seufzte die Unglückliche.Verfahren Sie so mitmir, wie Sic es vor Ihrem eigenen Gewissen verantwor-ten können."

Gewissen hin, Gewissen her!" rief der Alte.

Davon kann man kein Zaumgeld bezahlen!" fiel derSohn ein.

Jener raffte nun alles, was ihm einigen Werth zu ha-ben schien, hastig zusammen, und der plumpe Elegant hobwie ein Gerichtsknccht Thüren und Fenster aus, um diearme Frau durch diese Maßregel zum Ausziehen zu zwin-gen. Duldend und schweigend saß sie mit verhülltem Ge-sicht in einem Winkel.Nu, was greint Sic da nochlange?" schnaubte Gottfried.Fort mit Ihr!" Hier-mit ergriff er sie beim Arm, um sie mit Gewalt aus derStube, zu führen-

In diesem Augenblicke stürzte Julius die Treppe herauf.Mutter, hier sind zwanzig Thaler!" rief er athemlos undumschlang ihre Kniee.Vergib, ach! vergib mir, daß ichohne dein Vorwissen meine Haare verkaufte!"

Sie trat staunend zurück.So viel Geld für deineHaare?" sprach sie mit bebender Stimme.Das ist

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