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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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Lendcn nichts weiter im Wege, und die Verlobungsfeierward angcsetzt.

Der ökonomische Vormund wählte dazu den Todestagdes Herrn Lukas, weil an demselben ohnedieß große Tafelgehalten werden mußte. Herr Bor hatte in den vorher-gehenden Jahren dem Sterbeschmause jederzeit beigewohntund ward auch dießmal dazu eingeladen; er ließ sich abermit Krankheit entschuldigen.Der arme Mann!" sagtendie Spötter:Fanny's Korb hat ihn wund gedrückt."

Die Gesellschaft that vor der Tafel die gewöhnliche Wall-fahrt in die Kirche. Richard, der König des Tages, wardzum Sprecher gewählt und rief hinunter in die Gruft:Herr Lukas, wie befindet Ihr Euch?"

Schlecht!" schallte dumpf die Antwort zurück.

Alle Gesichter erbleichten. Die Herren standen wie Säu-len und ließen die Hüte aus den Händen fallen; die Da-men stießen ein Zetergeschrei aus und taumelten auf dienächsten Bänke. Nur Richard blieb unerschrocken und riefwieder hinab:Wer sprach da unten?"

Der, den du fragtest!" antwortete die vorige Stimme,die alle Anwesende, welche mit dem seligen Lukas Umganggepflogen hatten, für die seinige erkannten.

Sprich weiter! Was willst du?" donnerte Richard denächzenden Geist an.

Ich habe keine Ruh' im Grabe."

Was stört dich?"

Die Heirath meiner Tochter, die sie gegen meinen Wunschund Willen vorhat."

Fanny sank i» Ohnmacht, und als sie wieder zu sichselbst kam, erklärte sie ihrem Geliebten: sie könne seineGattin nicht werden.

Richard beschwor sie, sich zu fassen und suchte mit flam-