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8 (1847) Zeitschwingen : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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menden Augen den Kirchner, der in der Ferne stand.Komm Er doch näher, mein Freund! Was hält Er vondieser wunderbaren Sache?"

Der Kirchner zuckte die Achseln und versicherte: er habeeinen solchen Auftritt vcrmuthct.

So? Aus welchem Grunde?"

Ich hörte seit einiger Zeit, so oft ich allein in derKirche war, ein schauderhaftes Gepolter in der Gruft undbisweilen ein jämmerliches Acchzen und Stöhnen."

Vermuthlich ein Katzen- und Rattenkrieg. Wir wollenmiteinander hinabsteigen."

Nicht um ein Königreich!" rief der Küster und sprangeinige Schritte zurück.

Nun, so geh' ich allein. Geb' Er mir den Schlüssel!"

Der Kirchenkastellan schlug dieses Verlangen rund ab.Es läuft gegen meine Pflicht," sprach er,die mir an-vertrauten Schlüssel aus den Händen zu geben; und übcr-dieß hat der selige Herr in seinem Testament augeordnet,daß man sich nur von oben hinab nach seinem Befin-den erkundigen solle."

Umstände verändern die Sache," entgegnetc Richard.Da sich Herr Lukas, wie er sagt, übel befindet, so ist'sSchuldigkeit, ihn zu besuchen. Drum her mit den Schlüs-seln ! Ich stehe sonst so lange hier Schildwache, bis Jemandaus der Gesellschaft dem Herrn Pfarrer den Vorfall ge-meldet hat."

Der Küster entfärbte sich, trippelte ängstlich herum, sprachunvernehmliche Worte mit sich selbst, und überreichte endlichmit zitternder Hand den Schlüssel zu der eisernen Gitter-thür, die in das Todtengcwölbe führte.

Der Officier flog die Treppe hinab. Herr Lukas lagin seinem gläsernen Kasten so ruhig, wie man ihn hinein-