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blet-, und alles, was er sprach, war so trocken wie dasEinmaleins. „Ach, schöne Miß!" wehklagte er eines Ta-ges : „wie können Sie so kaltsinnig, ich möchte fast sage»,so undankbar gegen mich scpn! Wie oft Hab' ich Sie alsKind auf meinen Knicen gewiegt, auf meinen Armen ge-tragen !" — Fannp unterbrach ihn durch ein lautes Geläch-ter. „Ich gcb' Ihnen den Vorwurf der Undankbarkeit zu-rück, Herr Bor!" sagte die Lose. „Sie hätten aus dem-selben Grunde, den Sie gegen mich anführen, Ihre alteWärterin heirathen sollen." —
Dergleichen herbe Pillen bekam der arme Buchhalter sooft zu verschlucken, als er den Mund öffnete, um von sei-ner Herzensangelegenheit zu sprechen. Er hatte sich, soein guter Rechenmeister er übrigens war, bei seinem Hei-rathsplane durchaus verrechnet. Die Liebe sollte ihm diePforten des Glücks aufthun, und sie selbst war es, dieihm einen Riegel vorschob, indem sie einem jungen, raschenSeemann Gelegenheit machte, in Fannp's Herzen zu ankern.
Der Schiffslieutenant Richard und Herr Bor glichen sichwie Apoll und ein ziegenfüßigcr Waldgott. Kein Wunderalso, daß Fannp, die ein paar recht gesunde Augen hatte,den schönen blühenden Jüngling dem alten grauen Männ-lein vorzog. Ihr Vormund, ebenfalls ein sehr werthcrKauf- und Handelsherr, sah Anfangs dazu scheel, weil erden Ofsicicr für einen armen Glücksritter hielt, der blosauf das Vermögen seiner Mündel Jagd mache; aber Ri-chard beurkundete ihm eine unfehlbare Anwartschaft auf denansehnlichen Reichthum eines achtzigjährigen Oheims, derdie lächerliche Gutherzigkeit hatte, sich selbst am Rande desGrabes alle Bequemlichkeiten des Lebens zu entziehen undSchätze für seinen Neffen zu sammeln, der ihm täglichden Tod wünschte. Nun stand der Vereinigung der Lie-