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gcschah, und jede ging nun heim, mit der Hoffnung, denverlornen Prozeß noch zu gewinnen.
Der Richter lag am folgenden Morgen noch im Bette,als sic schon in der steifen Pracht ihrer seit vierzig Jahrenveralteten Brautkleider, mit goldenen Ketten und Ringenüberladen und mit Schönpflästcrchen geschmückt, an Ge-richtsstclle erschienen. Sie mußten eine Stunde warten,und vertrieben sich indessen die Zeit mit einem angenehmenGezänk. Endlich kam der Richter und befahl, den Vaga-bunden vorzuführen.
Unbekannt mit dem Prozeß, den seine Person veran-laßt hatte, fiel er wie ans den Wolken, als ihm diesesöffentliche Geheimniß bekannt gemacht und das Urthel vor-gelesen wurde. Bewegungslos stand er in der Mitte derbeide» Sibpllen, die alles aufboten, ihn zu erobern.Sie liebäugelten, spitzten kußgicrig den Mund, und zwan-gen sich zu einem zärtlichen Micnenspiel, das sie vollendszu Fratzenbildcrn entstellte. Zu gleicher Zeit tändeltenihre siebenfach beringten Finger mit den goldnelr Hals-ketten, und am Ende zogen sie sogar große Geldbeutelunter den Schürzen hervor, und ließen die darin versam-melten harten Thaler vor Valentins Ohren springen undklingen. Er schielte rechts und links, lachte hier, lachteda, und sagte kein Wort.
„Entschließt Euch!" sprach der Richter.
Der Bursch kraute sich hinter den Ohren und machteein jämmerliches Gesicht. „Gestrenger Herr," hob erendlich an, „soll und muß ich durchaus eine von diesengarstigen Altmüttern zur Strafe hcirathen?" —
Die Matronen erschrocken; doch stellten sie sich, alshielten sie diese harten Worte für einen Scherz.
„Ihr sepd ein Narr!" antwortete der Richter. „Und